EU-Kommission vs. Apple
Published April 4th, 2007 in Musik | add to mister wongRasante Veränderungen spielen sich in der Musikbranche und ihrem Milliardenschweren Markt ab…
Nachdem sich vor einigen Jahren die Downloadkultur von Musikstücken einbürgerte, war man zunächst ratlos und erhoffte sich die Lösung des Problems mit dem Kauf der P2P-Plattform “Napster”. Als man merkte, dass dies die Downloads nur verlagerte wurden schleppend zahlreiche neue Lösungsansätze präsentiert. Der wohl Aktuellste und Erfolgreichste ist Apple’s iTunes-Store. Hier kann man sich Musik gegen Bezahlung herunterladen. Die jüngste Einigung mit dem EMI-Label, Lieder für einen geringen Aufpreis auch ohne Kopierschutz anzubieten wird, von vielen als die große Wende gedeutet.
Die Einführung von iTunes auf dem europäischen Markt war für Apple nicht einfach, da sich die Lizenzverhandlungen mit den Labels schwierig gestalteten. Dies ist laut Apple auch der Grund, warum es keinen einheitlichen EU-iTunes-Store gibt, sondern sich dieser auf die jeweils nationalen Grenzen beschränkt.
So weit so gut. ABER: Während ein Musiktitel in Deutschland 0,99 € kostet, so schlägt er beispielsweise in Großbritannien mit umgerechnet 1,17 € zu Buche. Das Schlimme an dieser Sache ist nun, dass beispielsweise ein Brite auch wirklich nur im britischen iTunes-Store einkaufen kann, da er nur mit einer Kreditkarte einer ansässigen Bank bezahlen kann. Da dies leider absolut den Prinzipien des europäischen Binnenmarktes zuwiderläuft (Stichwort Wahlfreiheit der Kunden), muss Apple vor der EU-Kommission innerhalb von zwei Monaten Stellung beziehen.
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