Mittlerweile gibt es tausende Untersuchungen zum Thema Handystrahlung. Doch was genau ist Handystrahlung? Mobiltelefone und die dazugehörigen Sendemasten bauen hochfrequente gepulste elektromagnetische Felder auf. Die genauen Auswirkungen konnten jedoch noch nicht wissenschaftlich fundiert dargelegt werden. Noch vor kurzem zeigten sich auch hochrangige deutsche Politiker beschwichtigend. Eine groß angelegte Studie konnte eine Gefahr von Handystrahlung eben nicht wissenschaftlich belegen – und dieses Ergebnis, dass es eben kein Ergebnis gibt, sei beruhigend.

Der Direktor des Krebsinstituts an der University of Pittsburgh verfolgt einen anderen Ansatz. “Wir sollten nicht warten, bis eine letztgültige Studie erscheint,” so Herberman, “wir sollten uns lieber der Sicherheit halber irren, ehe es uns später leidtut.” In diesem Sinne warnte er tausende seiner Mitarbeiter, sie sollten den Gebrauch von Mobiltelefonen sofort einschränken, sonst drohe Krebs.

“Kurzfristige Gesundheitsgefahren scheinen inzwischen weitgehend ausgeschlossen. Den Mobilfunk-Kritikern bleibt nur noch ein Argument: Man könne nicht wissen, wie sich die Strahlung nach mehreren Jahrzehnten intensiven Telefonierens auswirke, denn dazu gebe es die Handys noch nicht lange genug. Deshalb warnen sie insbesondere davor, Kinder zu oft mobil telefonieren zu lassen.” (Spiegel Online)

Sicherheitshalber solle man Kinder nur in Notfällen mit dem Handy telefonieren lassen. Erwachsene sollten das Handy möglichst weit vom Kopf weghalten und Freisprechanlagen benutzen, so Heberman. Devra Lee Davis, Direktorin des Instituts für umweltbedingte Krebserkrankungen an der University of Pittsburgh, schreibt angeblich in einem Brief: “Die Frage ist, ob man mit seinem Hirn russisches Roulette spielen will. Ich weiß nicht, ob Mobiltelefone gefährlich sind. Aber ich weiß auch nicht, ob sie sicher sind.”

“Mit dem gleichen Argument könnte man freilich auch behaupten, dass Handauflegen heilen und Voodoozauber töten könnte”, so Spiegel Online.

Die Reaktionen in der Bevölkerung sind geteilt. Während viele, von Warnungen unbeeindruckt, ihre Handys exzessiv nutzen, gehen Bürgerinitiativen weiterhin gegen die Aufstellung von Handymasten vor. Die Ergbringung gesicherter wissenschaftlicher Beweise steht noch aus. Allerdings würde es schwierig, selbst bei nachgewiesener Schädlichkeit mobiler Telefonie, die Bürger von ihren heißgeliebten Handys abzubringen.

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