Der neue deutsche Außenminister Dr. Guido Westerwelle geht ja bekanntlicherweise in Sprachangelegenheiten auf Nummer sicher. Erstaunt über Weserwelles Weigerung, einem Journalisten der BBC auf einer Pressekonferenz auf englisch zu antworten. “…es ist Deutschland hier” lautete seine selbstbewusste wie auch zutreffende Begründung.
Konsequent weitergedacht würde diese kühne Begründung allerdings implizieren, dass sich Herr Westerwelle in China oder Algerien auf der jeweiligen Landessprache verständigen müsste - “…es ist schließlich nicht Deutschland dort!”
Bei seinem Antrittsbesuch in Frankreich spricht unser Außenminister allerdings, entgegen aller durch besagte frühere Äußerung geweckten Erwartungen, trotzdem deutsch. “Aber es ist doch gar nicht Deutschland hier” müsste er konsequenter Weise an dieser Stelle einräumen. Von seiner damaligen Begründung läßt sich der gelernte Jurist aber nicht unter Druck setzen und führt diesmal eine vermutlich nicht weniger wahrheitsgemäße Begründung an: Im Urlaub könne er sich verständigen, (…), aber Kollege Bernard Kouchner wolle er sein radebrechendes Französisch nicht zumuten, so der Westen. Das ist doch alles halb so schlimm - doch wäre diese Begründung auch schon damals auf der Pressekonferenz irgendwie “diplomatischer” gewesen, als Das macht gar nichts und ist auch überhaupt nicht schlimm - und in jedem Fall besser als die eloquente Begründung “…aber es ist Deutschland hier.”
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