Foto veröffentlicht von "spanier" @ flickr.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beantwortet zum ersten Mal Fragen von Bürgern auf YouTube. Die Aufzeichnung von insgesamt 20 Minuten wurde in 3 Folgen aufgeteilt. Die erste Folge wurde heute auf dem Kanal der Bundesregierung veröffentlicht.

Bis Anfang November hatten Nutzer von Youtube Zeit, ihre Fragen an die Bundeskanzlerin zu richten. Einige waren mutig und stellten ihre Fragen per Video. Auf die 10 meistgestellten Fragen geht die Bundeskanzlerin nun per Videobotschaft ein. Der erste von insgesamt 3 Teilen wurde heute veröffentlicht, die nächsten beiden Teile werden nächsten Montag und Mittwoch folgen. Im letzten Video wird Merkel auf die am häufigsten an sie gerichtete Frage eingehen: “Wie stehen Sie zu der Legalisierung von Cannabis.” Ich möchte niemandem die Spannung verderben, doch ist die Antwort inhaltlich definitiv abzusehen. Trotzdem freue ich mich darauf, zu sehen, wie Merkel die Bestimmtheit ihrer Antwort diplomatisch abfedern wird.

Die Tatsache, dass sich Frau Merkel in dem vor allem von jungen Leuten genutzten Medium YouTube stellt, ist löblich. Nichtsdestotrotz ist die Motivation dahinter offensichtlich: Das große Manko von Standpunkten wie auch Aktivitäten im Rahmen der digitalen Gesellschaft soll ausgebessert werden, zumal sich mit diesen Themen ja anscheinend größere Wählergruppen mobilisieren lassen, wie nicht zuletzt der Erfolg der Piratenpartei bei der Wahl des Berliner Senats gezeigt hat.

Ganz so medienaffin wie die Piratenpartei ist die CDU aber dann (oh Wunder) doch nicht. Die österreichische Piratenpartei hat gerade ihre Bundesgeschäftsführerin per Twitter & Facebook abgesetzt. Was für eine Vorstellung, wenn auch die “großen” Parteien eine solche Transparenz an den Tag legen würden – Traum oder Albtraum?

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