Veröffentlicht unter einer Creative Commons Lizenz, Mark Brannan

Das dieswöchige Schwerpunktthema befasst sich mit dem Lernen. In seiner Gesamtheit betrachtet ist dieses Thema ausufernd. Es könnten sicherlich ganze Bibliotheken mit Büchern über das Lernen gefüllt werden. Wir wollen uns aber auf das Wesentliche und vor allem praktisch Anwendbare beschränken. Nach einer Einführung in die pragmatischen Grundlagen des Lernens wie Lerntechniken, Lerntypen, interaktive Modelle und eLearning werden wir uns auf das Lernen eines ganz bestimmten Stoffes konzentrieren, mit dem sich jeder identifizieren kann: Dem Lernen von Sprachen.

Dies hat zwei sehr praktische Gründe: Zum einen hat jeder Mensch mit seiner Muttersprache in seinem Leben bereits eine Sprache gelernt und geht täglich mit ihr um. Zum anderen ist ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung gerade mehr oder weniger damit beschäftigt, eine Sprache zu erlernen oder wieder aufzufrischen. Für diese werden wir in dieser Themenwoche den ein oder anderen nützlichen Tipp parat haben, der das Lernen effektiver und abwechslungsreicher gestalten kann. Das Verständnis, wie der Lernprozess funktioniert und das Ausprobieren von Lerntechniken lassen sich am Beispiel des Lernens einer (Fremd-)Sprache besonders gut veranschaulichen.

Um sich konstruktiv mit den eigenen Lernfortschritten auseinanderzusetzen, hilft es, sich klarzumachen, was Lernen eigentlich ausmacht. Lernen beschreibt den Erwerb von neuen Kenntnissen und Fähigkeiten. Dies muss nicht unbedingt absichtlich (intentional) passieren – auch “beiläufiges Lernen” (inzidentell oder implizit) ist möglich.

Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses (verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen) aufgefasst.Die Fähigkeit zu lernen ist für Mensch und Tier eine Grundvoraussetzung dafür, sich den Gegebenheiten des Lebens und der Umwelt anpassen zu können, darin sinnvoll zu agieren und sie gegebenenfalls im eigenen Interesse zu verändern. So ist für den Menschen die Fähigkeit zu lernen auch eine Voraussetzung für Bildung, also ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur Welt. Die Resultate des Lernprozesses sind nicht immer von den Lernenden in Worte fassbar (implizites Wissen) oder eindeutig messbar.

Quelle: wikipedia

Die Fortschritte beim Lernen einer Sprache können einem deutlich bewusst werden, denn im Endeffekt geht es darum, seine Gedanken und Anliegen möglichst präzise zu äußern. Mit diesem Ziel teilt man eine Sprache in viele kleine Lektionen auf und übt bestimmte Strukturen, Vokabeln und Besonderheiten ein. Wie man das genau macht, welche Lerntechniken hilfreich sind und was zu beachten ist, wird in den nächsten Tagen im Rahmen des aktuellen Schwerpunktthemas “Sprachen Lernen” erörtert werden.

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